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Luz (25), Argentinien

In seinem Werk Orthodoxie vergleicht G.K. Chesterton die katholische Lehre und Disziplin mit den Mauern eines Spielfeldes und erzählt folgendes: „Wir können uns Kinder vorstellen, die einmal auf der grünen Plattform einer hohen Meeresinsel spielten. Solange dort eine lange Mauer entlang des Riffs war, konnten sie sich den ungehemmtesten Spielen hingeben und aus dem Ort den lautesten des Kindergartens machen. Doch die Mauern wurden nieder gerissen und es blieb nur die blanke Gefahr des Abgrunds übrig. Die Kinder fielen nicht hinunter, doch als ihre Freunde kamen, fanden sie sie hockend von der Angst gefangen im Mittelpunkt der Insel: ihr Gesang war verstummt ... “

Für mich ist die Reinheit die Mauer die meine wahre Freiheit beschützt und es mir erlaubt das Leben zu genießen. Ich kann junge Männer kennen lernen ohne Sklavin meiner momentanen Leidenschaften zu sein. Durch die Reinheit gelingt es mir tiefe Freundschaften zu bilden und den anderen lieben zu lernen und zwar als Person und nicht als Objekt, das meine Sehnsüchte befriedigt.

Es sind Mauern die es erlauben die wahre Liebe zu bewahren, um sie nur einem Menschen und unter dem Segen Gottes zu schenken.

Manchmal sind diese Mauern an den schwächsten Stellen Angriffen ausgesetzt und selbst wenn es der Feind manchmal schafft ein Loch zu schlagen, so hängt es dennoch an jedem einzelnen von uns, die Mauern mit der Gnade Gottes, die niemals fehlt, wieder aufzubauen.

Oft verstehen mich die anderen nicht, sagen mir, dass ich krank und verrückt bin. Vielleicht haben sie sogar ein bisschen recht, es scheint nämlich wirklich verrückt sein Leben für seine Freunde hinzugeben, viel aus Liebe zu leiden. Aber nur in diesen Dingen findet man die wahre Liebe. Die Tat allein beweist die Kraft der Liebe!

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